Aug 24 2012

Die Ama

Mit den Ama werden oftmals romantische Vorstellungen verknüpft, wie sie wohl nur dem westlichen Schöngeist entspringen können.

Jedoch ist die Japanische Kultur um einiges anders gestrickt als unsere. Die Zugehörigkeit zu den Ama erfüllt die weiblichen Ama mit Stolz, da sie ihnen eine Freiheit und Unabhängigkeit ermöglicht, die nicht der traditionellen Rolle der japanischen Frau entspricht.

Seit dem 3. Jahrhundert gibt es Aufzeichnungen über sie und ihre Arbeit. Oft werden sie auch als Perlentaucherinnen bezeichnet, was nicht korrekt ist. Hätten die Ama immer nur gezielt nach Perlen getaucht, hätten sie ihre Familien nie ernähren können und hätten den Nimbus, den sie heute

industrielle Perlentaucherei in Zuchtfarmen wurde erst 1893 ein Bestandteil ihrer Arbeit. Sie war lediglich ein kurzes Zwischenspiel und hat heute lediglich den Anspruch einer romantischen Version, in der Darstellung der Ama für den Touristen.

Die Arbeit ist hart und hat mit unseren Vorstellungen des Freediving überhaupt nichts zu tun. Immer weniger Frauen sind bereit diese Knochenarbeit zu erlernen. Derzeit sind in Japan noch etwas 10.000 Ama tätig, jedoch ist aufgrund des hohen Durchschnittalters abzusehen, dass dieser Beruf in wenigen Jahrzehnten wohl nicht mehr ausgeübt wird. Zumindest nicht als Wirtschaftszweig.

Lernen wird die Ama etwas näher kennen ….

 

Die Ama
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Englische Version

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